Erfahrungsbericht anonym1
per E-Mail von anonym1 eingesandt am 02.10.2007
Meine beiden Söhne habe ich im August 2003 und im Juni 2007 zuhause geboren. Die zugehörigen Schwangerschaften und Hausgeburten verliefen völlig komplikationslos. Beide Kinder sind absolut gesund und entwickeln sich prächtig.
Insgesamt fünf Schwangerschaften habe ich hinter mir. Im November 2005, im März 2006 und im Mai 2006 habe ich jeweils eine Fehlgeburt in der neunten, neunten und siebten Schwangerschaftswoche erlitten. Trotz zahlreicher Untersuchungen wurde keine Ursache für die vielen Fehlgeburten gefunden. Man hat dabei aber eine Gerinnungsstörung bei mir festgestellt, so dass ich die gesamte letzte Schwangerschaft lang täglich Heparin spritzen musste.
Jede Fehlgeburt hat mich sehr traurig gemacht und mich sehr mitgenommen – zunehmend mehr. Diese Aussage ist zwar richtig, aber eigentlich unzureichend. Insbesondere nach der dritten Fehlgeburt war ich entsetzt, total fassungslos und sehr verzweifelt. Ich war gar nicht mehr ich selbst, sondern stand wochenlang total neben mir.
Auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof gibt es einen Gedenkstein für fehl- und totgeborene Kinder. Dort habe ich nach der dritten Fehlgeburt einen kleinen Stein niedergelegt für jedes meiner Kinder, denen ein Leben nicht vergönnt war. Es war schön zu sehen, dass diese drei Steine unverändert dort lagen, als ich mit meinen beiden Kinder 13 Monate später diesen Gedenkplatz erneut besucht habe. Zur Bewältigung hat mir diese Abschiedritual sehr geholfen. Und ich habe mir auch immer wieder vergegenwärtigt, dass Fehlgeburten auch positive Aspekte haben, und mir vielleicht so ein stark geschädigtes Kind erspart geblieben ist.
An meine drei Fehlgeburten denke ich immer noch gelegentlich, aber ich habe sie akzeptiert und es tut nicht mehr wirklich weh. Der Weg hierhin war zwar etwas steinig, aber die zwei Kinder, welche ich gewollt habe, habe ich jetzt seit gut drei Monaten und freue mich täglich an ihnen. Also: HABT MUT. HALTET DURCH. GEBT NICHT VORZEITIG AUF.
Insgesamt fünf Schwangerschaften habe ich hinter mir. Im November 2005, im März 2006 und im Mai 2006 habe ich jeweils eine Fehlgeburt in der neunten, neunten und siebten Schwangerschaftswoche erlitten. Trotz zahlreicher Untersuchungen wurde keine Ursache für die vielen Fehlgeburten gefunden. Man hat dabei aber eine Gerinnungsstörung bei mir festgestellt, so dass ich die gesamte letzte Schwangerschaft lang täglich Heparin spritzen musste.
Jede Fehlgeburt hat mich sehr traurig gemacht und mich sehr mitgenommen – zunehmend mehr. Diese Aussage ist zwar richtig, aber eigentlich unzureichend. Insbesondere nach der dritten Fehlgeburt war ich entsetzt, total fassungslos und sehr verzweifelt. Ich war gar nicht mehr ich selbst, sondern stand wochenlang total neben mir.
Auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof gibt es einen Gedenkstein für fehl- und totgeborene Kinder. Dort habe ich nach der dritten Fehlgeburt einen kleinen Stein niedergelegt für jedes meiner Kinder, denen ein Leben nicht vergönnt war. Es war schön zu sehen, dass diese drei Steine unverändert dort lagen, als ich mit meinen beiden Kinder 13 Monate später diesen Gedenkplatz erneut besucht habe. Zur Bewältigung hat mir diese Abschiedritual sehr geholfen. Und ich habe mir auch immer wieder vergegenwärtigt, dass Fehlgeburten auch positive Aspekte haben, und mir vielleicht so ein stark geschädigtes Kind erspart geblieben ist.
An meine drei Fehlgeburten denke ich immer noch gelegentlich, aber ich habe sie akzeptiert und es tut nicht mehr wirklich weh. Der Weg hierhin war zwar etwas steinig, aber die zwei Kinder, welche ich gewollt habe, habe ich jetzt seit gut drei Monaten und freue mich täglich an ihnen. Also: HABT MUT. HALTET DURCH. GEBT NICHT VORZEITIG AUF.
© anonym1
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