Erfahrungsbericht Claudia
per E-Mail von Claudia eingesandt am 10.06.2005Erfahrungsbericht von zwei Sternenkindern
Ich weiss gar nicht richtig wie ich anfangen soll....Ich erzähl euch erst mal von meinem jetzt 3-Jährigen Sohn, David-Noah. Es war eine überraschende Schwangershaft mit herzbeflügelndem Ausgang. Ich gebar einen gesunden Sohn, mein schönstes Glück sein Lächeln bringt tägliche Freude in mein Herz. An Risiken oder gar Frühgeburten , verstorbenen Kindern habe ich nie gedacht. Meine Naivität lies mich glauben das Schwangerschaften immer so wunderbar sind.
Doch letztes Jahr musste ich in meinem Leben dazu lernen. Es war ein echt blöder Tag ich setzte meinen Sohn ins Auto und war auf dem Weg zum Frauenarzt 11. Woche, normale Untersuchung war angesagt. Ich, mal wieder zu spät. Auf der Fahrt ist mir ein kleiner Spatz unters Auto gekommen, er war gestorben irgendwie wusste ich unterbewusst das es was zu bedeuten hat. Mein Frauenarzt untersuchte mich und fing an laut zu schlucken "kein Herzschlag mehr Frau D." war seine Aussage. Mir ist schwindelig geworden und ich bin innerlich zusammen gebrochen damit hatte ich im Leben nicht gerechnet. Ich bin in Tränen ausgebrochen mein armer kleiner Sohn damals noch 2 Jahre, hat mich nur mit grossen Augen angeguckt und hat gesagt" Mama, bist du traubig (er sagt heute immer noch traubig:-))" Ich hab es nicht glauben können. Ich brachte erst mal meinen Sohn zu Freunden, ging in den Wald spazieren, ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Ich musste mich operieren lassen da meine kleine Phillis bereits in der 8.Woche gestorben ist. Die OP war der grösste Horror, ich habe keine LMA-tablette bekommen weil sie einen ja nach dem Eingriff wieder heimschicken. In den Op-Saal reingeschoben alles kalt, keiner stellte sich mir vor, ich heulte und spürte in dem Moment wie sich mein "Kleines" löste und auf die kalten Fliesen im OP-Saal platschte, der OP-Doc kam rein, sang ein Lied, klatschte in die Hände und fragte seine Mitarbeiter welches Lied sie zu der Op hören wollen, ich schlief fest ein.
Als ich wieder aufwachte, stand mein Sohn und mein Mann mit einem großen Strauss Blumen vor mir, die legte ich vor das Krankenhaus in ein grosses Beet mit vielen Büschen und verabschiedete mein "Kleines". (Nach ein paar Wochen war ich aus dummen Zufall noch mal an diesem Krankenhaus und lächelte sanft als ich die Blumen immer noch im Beet liegen sah, ich schickte einen Kuss in den Himmel )
Am nächsten Tag malte ich ein Bild und schenkte meinem Kleinen einen Namen, "Philis", es sollte für m/Phil w/Phillis stehen aber irgendwie ist die weibliche Form mehr hängen geblieben. Dieses Bild hängt in meinem Wohnzimmer mit einem Kerzenhalter daneben, damit ich ihr immer Licht und Wärme schenken kann. Mein Sohn sitz manchmal davor und sagt "Gell Mama das ist das Baby von Deinem Bauch das jetzt beim lieben Gott wohnt"
Tja und genau heute vor vier Wochen am 9.5.2005 verlies mich "Blümchen".... Es war bereits 2,9 cm gross ich hatte so grosse Angst es zu verlieren mir ging es psychisch sehr schlecht. Die Schwangerschaft war nicht geplant ich hatte mir neue Ziele gesteckt wollte eine weitere Ausbildung anfangen, ich war hin und hergerissen. Schaff ich das alles, mein Mann Arbeitslos, kriegen wir das hin was wenn ich es wieder verliere, das waren meine anfänglichen Ängste die mich im Alltag überwälitgten. Doch das verflog sich schnell da ich aufgrund meines vorherigen Verlusts mehr Untersuchungen bekommen habe, jedes Ultraschall machte mich stärker und schenkte mir die Hoffnung das alles gut geht. In der 11.Woche bekam ich Blutungen. Die nackte Angst war wieder da. Viel schonen solte ich mich, ein paar Tage später nochmal Ultraschall es war bezaubernd "Blümchen" ist gewachsen und das fast ein centimeter.
Nach fast einer Woche die nächste Untersuchung, mein Arzt bekam wieder dieses laute Schlucken und ich wusste so lange wie er schaute stimmt was nicht. Ich konnte mein Kleines schon gut erkennen Köpfchen, Körper, Beinchen, Ärmchen... doch ich konnte den Herzschlag einfach nicht finden.
Das sind einfach die traurigsten Tage im Leben......
Ich bin diesesmal in ein anderes Krankenhaus sie waren alle sehr nett, ich bin vor dem OP-Saal bereits eingeschlafen... Irgendwie fällt es mir dieses mal viel schwerer mich zu verabschieden ich kann es nicht so gut verarbeiten. Ich habe mit meinem Sohn auch viel darüber gesprochen, ich denke das es wichtig ist, nicht zu verdrängen sondern all unseren Kindern einen Platz zu schenken. Er hat entschieden das es "Blümchen" eher "Blume" heissen soll (aber wie Mamas eben so sind sie verschmusen ja immer die Namen).Mein Mann ist hier kaum erwähnt er hat mich sehr gut unterstützt, bei Blümchen musste ich eine Nacht im Krankenhaus bleiben da hat er sich mit mir so ein "gemütliches" Krankenbett geteilt. Er hat mir zugehört mich getröstet er ist ein Goldschatz dennoch verarbeiten wir jeder auf die eigene Weise
Aber wir lieben unsere drei Kleinen Phillis, Blume, und mit uns David-Noah
Doch letztes Jahr musste ich in meinem Leben dazu lernen. Es war ein echt blöder Tag ich setzte meinen Sohn ins Auto und war auf dem Weg zum Frauenarzt 11. Woche, normale Untersuchung war angesagt. Ich, mal wieder zu spät. Auf der Fahrt ist mir ein kleiner Spatz unters Auto gekommen, er war gestorben irgendwie wusste ich unterbewusst das es was zu bedeuten hat. Mein Frauenarzt untersuchte mich und fing an laut zu schlucken "kein Herzschlag mehr Frau D." war seine Aussage. Mir ist schwindelig geworden und ich bin innerlich zusammen gebrochen damit hatte ich im Leben nicht gerechnet. Ich bin in Tränen ausgebrochen mein armer kleiner Sohn damals noch 2 Jahre, hat mich nur mit grossen Augen angeguckt und hat gesagt" Mama, bist du traubig (er sagt heute immer noch traubig:-))" Ich hab es nicht glauben können. Ich brachte erst mal meinen Sohn zu Freunden, ging in den Wald spazieren, ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Ich musste mich operieren lassen da meine kleine Phillis bereits in der 8.Woche gestorben ist. Die OP war der grösste Horror, ich habe keine LMA-tablette bekommen weil sie einen ja nach dem Eingriff wieder heimschicken. In den Op-Saal reingeschoben alles kalt, keiner stellte sich mir vor, ich heulte und spürte in dem Moment wie sich mein "Kleines" löste und auf die kalten Fliesen im OP-Saal platschte, der OP-Doc kam rein, sang ein Lied, klatschte in die Hände und fragte seine Mitarbeiter welches Lied sie zu der Op hören wollen, ich schlief fest ein.
Als ich wieder aufwachte, stand mein Sohn und mein Mann mit einem großen Strauss Blumen vor mir, die legte ich vor das Krankenhaus in ein grosses Beet mit vielen Büschen und verabschiedete mein "Kleines". (Nach ein paar Wochen war ich aus dummen Zufall noch mal an diesem Krankenhaus und lächelte sanft als ich die Blumen immer noch im Beet liegen sah, ich schickte einen Kuss in den Himmel )
Am nächsten Tag malte ich ein Bild und schenkte meinem Kleinen einen Namen, "Philis", es sollte für m/Phil w/Phillis stehen aber irgendwie ist die weibliche Form mehr hängen geblieben. Dieses Bild hängt in meinem Wohnzimmer mit einem Kerzenhalter daneben, damit ich ihr immer Licht und Wärme schenken kann. Mein Sohn sitz manchmal davor und sagt "Gell Mama das ist das Baby von Deinem Bauch das jetzt beim lieben Gott wohnt"
Tja und genau heute vor vier Wochen am 9.5.2005 verlies mich "Blümchen".... Es war bereits 2,9 cm gross ich hatte so grosse Angst es zu verlieren mir ging es psychisch sehr schlecht. Die Schwangerschaft war nicht geplant ich hatte mir neue Ziele gesteckt wollte eine weitere Ausbildung anfangen, ich war hin und hergerissen. Schaff ich das alles, mein Mann Arbeitslos, kriegen wir das hin was wenn ich es wieder verliere, das waren meine anfänglichen Ängste die mich im Alltag überwälitgten. Doch das verflog sich schnell da ich aufgrund meines vorherigen Verlusts mehr Untersuchungen bekommen habe, jedes Ultraschall machte mich stärker und schenkte mir die Hoffnung das alles gut geht. In der 11.Woche bekam ich Blutungen. Die nackte Angst war wieder da. Viel schonen solte ich mich, ein paar Tage später nochmal Ultraschall es war bezaubernd "Blümchen" ist gewachsen und das fast ein centimeter.
Nach fast einer Woche die nächste Untersuchung, mein Arzt bekam wieder dieses laute Schlucken und ich wusste so lange wie er schaute stimmt was nicht. Ich konnte mein Kleines schon gut erkennen Köpfchen, Körper, Beinchen, Ärmchen... doch ich konnte den Herzschlag einfach nicht finden.
Das sind einfach die traurigsten Tage im Leben......
Ich bin diesesmal in ein anderes Krankenhaus sie waren alle sehr nett, ich bin vor dem OP-Saal bereits eingeschlafen... Irgendwie fällt es mir dieses mal viel schwerer mich zu verabschieden ich kann es nicht so gut verarbeiten. Ich habe mit meinem Sohn auch viel darüber gesprochen, ich denke das es wichtig ist, nicht zu verdrängen sondern all unseren Kindern einen Platz zu schenken. Er hat entschieden das es "Blümchen" eher "Blume" heissen soll (aber wie Mamas eben so sind sie verschmusen ja immer die Namen).Mein Mann ist hier kaum erwähnt er hat mich sehr gut unterstützt, bei Blümchen musste ich eine Nacht im Krankenhaus bleiben da hat er sich mit mir so ein "gemütliches" Krankenbett geteilt. Er hat mir zugehört mich getröstet er ist ein Goldschatz dennoch verarbeiten wir jeder auf die eigene Weise
Aber wir lieben unsere drei Kleinen Phillis, Blume, und mit uns David-Noah
© Claudia
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